296 km Nonstop-Langlauf im 24-Stunden-Rennen

Normalerweise bildet der Engadiner den Saisonabschluss der Langläufer. Dieses Jahr war es anders: ein Team, bestehend aus Hans Küttel, Peter Kronenberg, Carmen Portmann, Lukas Portmann, Christoph Styger und Corine Engel nahm die Herausforderung „24-Stunden-Langlauf“ an. Dabei gilt es, während 24 Stunden so viele 4-km-Runden zurückzulegen wie möglich. Von Anfang an war klar: Mitmachen kommt vor dem Rang.

Herrliches Frühjahrswetter bildete den perfekten Rahmen für den Anlass. Das hatte aber auch seine Tücken: die Anstiege der unerwartet anspruchsvollen Strecke wurden mit der Erwärmung zusehends strenger. Mit der Abkühlung in der Nacht gerieten die Abfahrten auf hartem Schnee zur Herausforderung.

Herausfordernd war auch das Zeitmanagement in diesem Staffelrennen. Unsere Lösung sah so aus, dass sich bis Mitternacht zwei Personen jeweils während einer Stunde abwechselten. Von Mitternacht bis neun Uhr drehten die Zweierteams jeweils für drei Stunden ihre Runden. Danach galt wieder der Ein-Stunden-Rhythmus.

Mit 74 Runden oder 296 km resultierte für das Team des Ski- und Sportclubs der 18. Rang unter 25 Mixed-Teams. Bemerkenswert: alle geschlagenen Teams hatte neun oder zehn Mitglieder, womit sich die Strecke auf mehr Personen aufteilen liess und vor allem auch die Erholungszeit länger ausfiel. Dass auch sehr ambitionierte Athletinnen und Athleten am Start waren, zeigt ein Blick auf die Ranglistenspitze: Der beste Einzelläufer legte 372 km, das beste Zehnerteam 492 km zurück.  

Dem gegenüber galt offensichtlich auch für viele andere Mitbewerber: „Dabei sein ist alles!“ Oft waren sie in fantasievoller, zumindest aber auffallender Kleidung unterwegs. Da gab es Gruppen wie die Crazy Ducks in Entenkostümen, die Super Apéros als Flaschen verkleidet und die Les Naturelles in hautfarbenen Shirts mit Aufdruck.

 

Fazit der ersten Teilnahme: ein begeisternder Anlass in schöner Atmosphäre. Erschöpft vom vielen Laufen und wenig Schlaf wurden schon Pläne geschmiedet, was beim nächsten Mal anders gemacht werden müsste: mit zehn Läuferinnen und Läufern an den Start. So bliebe mehr Zeit für Erholung und für den Unterhaltungsteil des Anlasses.