Engadin Wandermarathon im Spätsommer

Am Freitagabend, 21. August trafen sich sechs Skiclub-Mitglieder in Zuoz im Hotel Crusch Alba.

Bei einem feinen Nachtessen besprachen wir die erste Etappe vom Samstag, die über rund 22 km von Maloja nach Pontresina, und somit ins Ziel des Halbmarathons führen sollte.

Am Samstagmorgen fuhren wir mit dem 8.35 Uhr Zug ab Zuoz nach St. Moritz wo wir ins Postauto nach Maloja umsteigen mussten. Und da standen wir, ohne Zehntausende andere Rennläufer*innen, ohne Speaker, ohne Kälte, einfach vor dem Hotel Palace in Maloja und konnten ohne grossen weiteren Aufwand starten.

Spannend, die Gegend bei sommerlich warmen Temperaturen zu sehen, die Seen glitzerten, die Wege waren angenehm angelegt

Mittagessen wollten wir in St. Moritz im Restaurant Sonne. Doch wir unterschätzten, wie viel langsamer wir ohne Skis unter den Füssen unterwegs sein werden. Es gab aber auch viel zu bestaunen, tolle Fotosujets und die grüne, üppige Landschaft.

Trotzdem war unsere Planung ideal. Die Sonne verschwand nach dem Mittag, und just, als die Pizza im Restaurant Sonne serviert wurde, brach ein Gewitter über St. Moritz herein. Bald kehrte die Sonne zurück, und umso schöner war es anschliessend, durch den glitzernden, sonnenbestrahlten Stazerwald zu wandern.  Am Bahnhof Pontersina ist Halbmarathonziel. Dort nehmen wir den Zug zurück nach Zuoz.

Am nächsten Tag fahren wir nach Pontresina und nehmen die zweite Hälfte in Angriff. Das Wetter ist deutlich zurückhaltender, die Sonnenstrahlen werden immer spärlicher. Dennoch geniessen wir die Wanderung und schauen uns die verschiedenen Streckenabschnitte für das Rennen im nächsten März genau an.

In Zuoz beim Restaurant L’En geben wir auf und beugen uns dem schlechter werdenden Wetter. Trotzdem haben wir uns eine Crèmeschnitte gegönnt! Wie immer, nach dem Marathon!

Ob der Engadiner Skimarathon im nächsten März stattfinden wird? Kann man ein Sicherheitskonzept erstellen, dass es zulässt, 14’00 Teilnehmende sicher zu transportieren und auf die Strecke zu schicken? Es gibt auch im Engadin viele, die das anzweifeln. Aber wir dürfen ja träumen und hoffen.