Skitour auf den Alphubel

Wer an einem schönen Tag in Saas Fee am frühen Morgen aus dem Fenster Richtung Feegletscher blickt, dem fällt unweigerlich der langgezogene flache Grat auf, der in der morgendlichen Sonne leuchtet. Der 4206 Metzer hohe, schnee- und eisbedeckte Alphubel übt eine magische Anziehungskraft auf jeden Skitourengänger aus. Bei der Anreise zur SCM Skitour vom Sonntag, 19. März 2017, bekamen die Teilnehmer allerdings nichts davon zu sehen. Schlechtes Wetter und Sturm verhinderten die Sicht auf die grandiose Bergwelt. Die Bahn auf die Längfluh war zum Glück in Betrieb. Wer wollte, konnte den Ausganspunkt der sonntäglichen Tour damit kräfteschonend erreichen. Von den 13 angemeldeten Skiclub Mitgliedern (11 Männer und zwei Frauen) liess sich niemand von den misslichen Bedingungen von der Teilnahme an der Tour abhalten. Chapeau!

Unser Tourenleiter Hans Küttel liess sich von der Tatsache, dass das Berggasthaus Längfluh keine Schlafplätze mehr anbietet nicht aus der Ruhe bringen und erreichte dank guten Beziehungen und Verhandlungsgeschick, dass wir in der alten Berghütte nebenan übernachten konnten. Dies erwies sich als absoluter Glücksfall. Der Hüttenwart Ramon Barmettler legte sich mächtig ins Zeug und zauberte uns schmackhafte Spaghetti mit drei verschiedenen Saucen auf den Tisch. Zusammen mit dem von Hans angeschleppten Wein liess das Nachtessen keine Wünsche offen. Gut genährt und von abenteuerlichen Episoden aus dem reichhaltigen alpinistischen Erfahrungsschatz von Hans bei Laune gehalten, legten wir uns früh zu Bett. Der Wind pfiff immer noch hörbar um die Hütte.

Beim Start am Morgen zeigten sich die ersten blauen Streifen am Himmel, der Wind hatte merklich nachgelassen und so standen dem erfolgreichen Erklimmen des Alphubel nur noch 1400 anstrengende Höhenmeter im Weg. Schritt für Schritt näherten sich die vier Seilschaften bei immer besser werdenden Bedingungen dem Ziel und erreichten kurz nach Mittag den Gipfel. Freude,  Stolz und  Genugtuung sprach aus den Gesichtern der Teilnehmer. Für Markus war das Erreichen des Gipfels noch aus einem anderen Grund ein besonderer Moment. Cony hatte sich entschlossen, ihm erst auf dem Gipfel zum Geburtstag zu gratulieren und so musste sich Markus auf den Geburtstagskuss seiner Frau und die Glückwünsche der übrigen Teilnehmer gedulden. Champagner floss keiner, für einmal mussten Kirschstängeli zum Anstossen genügen. Danke Cony!

Nach einer rassigen Abfahrt bei sehr guten Bedingungen trafen die begeisterten und gutgelaunten Teilnehmer wieder bei der Berghütte ein und genossen die vom Geburtstagskind offerierte Runde. Herzlichen Dank dem Spender und ein ganz grosses Dankeschön an Hans Küttel für die perfekte Organisation und die kompetente Tourenleitung.

Bericht verfasst von Oldtimer Fred